Mountain Zebra NP  - Addo NP -  01.-03.10.2012

01.10. Weiter in den Addo Nationalpark

Kurz nach 9 Uhr gehts dann los. Wir lassen die staubigen Pisten für eine Weile hinter uns und fahren erst bis ins nahegelegene Craddock. Hier füllen wir unsere Vorräte auf, tanken voll und schon gehts weiter Richtung Addo Nationalpark.

An den Verkaufsständen außerhalb der Stadt kaufen wir eine Windmühle aus Drahtgeflecht für unseren Garten. Die hat diesen allerdings nie erreicht, weil der Lack sich schon während der Reise aufgelöst hatte und das Ding in der Sonne nicht sonderlich gut roch. Das Ding mußte also zuhause in Afrika bleiben, ich hab es auf einem Souvenirmarkt in Hermanus gegen eine Holzfigur eingetauscht :-)

Die Strecke nach Addo ist wieder recht langweilig, nur die blühenden Agaven bieten etwas Abwechslung.

Es ist sehr heiß heute (gut 30 Grad), wir sind im momentanen Hitzepool Südafrikas unterwegs. Allerdings ist es recht windig, ist bei der Hitze ganz angenehm.

Um 12.30 Uhr erreichen wir das Addo Restcamp. Wir bekommen Cottage 49, den Schlüssel können wir aber erst ab 14 Uhr abholen. Wir fahren gleich mal hin und sehen uns das Ding an, bisher hatten wir hier immer in einem der Safarizelte übernachtet und kennen die Cottages noch nicht. Sieht sehr schön aus, das Reinigungspersonal ist gerade da und wir können schon einen Blick reinwerfen.

Dann zurück zur Camp-Basis. Am Besucherparkplatz essen wir unsere schon in der Früh vorbereiteten Sandwiches, dazu gibts kühle Getränke aus dem Shop. Hier in Addo ist ein totales Gewusel im Gang, Riesenbusse und jede Menge Schulklassen sind unterwegs, da heißt es überall warten ...

Nach einem Abstecher in den Bird-Hide (da ist nicht besonders viel los im Moment) ist es auch schon 14 Uhr und wir holen den Schlüssel.

Das Cottage ist wirklich super - alles offen mit großem Bett, kleiner Küche und sehr durchdacht eingerichtet, kein Vergleich mehr zu den alten, spartanischen "Krüger-Bungalows".

Wieder mal heißt es alles ausräumen und dann haben wir noch etwas Zeit für eine kurze Mittagsrast. Grenzt ja schon fast an Stress dieser Urlaub :-)

Kurz nach 15 Uhr fahren wir nämlich schon wieder los zu unserem ersten Gamedrive im Addo Nationalpark - wir wollen endlich Elefanten sehen!!!

01.10. Gamedrive im Addo - endlich Elefanten!

Hier im Addo ist das Areal schon weitläufiger, als im Mountain Zebra NP. Wir entscheiden uns für den Domkrag-Loop und den Zuurkop-Drive. Auf der Karte im Camp hatten wir gesehen, daß hier heute Morgen Hyänen gesichtet wurden. Wer weiß, vielleicht sind sie ja noch da ?

Das sind sie natürlich nicht, doch wir sehen schon bald unsere ersten Elefanten. Diesmal kurz vor dem Hapoor-Damm. Das hatten wir auch auf der Karte schon gesehen. Diesmal sollte das Hapoor-Wasserloch fast jedesmal "Elefanten-Glück" garantieren. Bei unserem letzten Besuch im Addo war hier nie einer anzutreffen.

Wir sehen wieder ein paar neue Tiere: Raubvögel, Warzenschweine, Mangusten

Wir warten eine Weile am Wasserloch und fahren kurz nach 17 Uhr wieder zurück Richtung Camp. Das Tor schließt um 18 Uhr und man hat ein Problem, wenn man um diese Zeit nicht zurück ist ...

Auf dem Weg zurück sehen wir Unmengen schöner Vögel, offenbar die perfekte Zeit für Vogelbeobachtung jetzt. Die sind auch nicht so scheu wie sonst überall, lassen sich sogar meistens fotografieren ohne gleich wegzuflattern.

Um 17.50 Uhr sind wir zurück am Tor und sind rechtzeitig für einen Sundowner an unserem Chalet. Natürlich haben wir auch hier wieder Terrasse und Grillplatz - für südafrikanische Urlauber essentiell!

Mit dem obligatorischen Nudelsalat, Bier und Hunters Gold geht wieder ein wunderschöner Tag zu Ende ...

02.10. Morgen-Gamedrive in Addo - Elefantenparade ...

Tagwache 5.50 Uhr! Kurz nach dem Öffnen um 6 Uhr fahren wir schon durch das Tor - wir sind auf der Suche nach den Raubtieren!

Nun, die finden wir auch schnell - leider nur in Form von Schakalen. Löwen, Hyänen und Leoparden sind allzu gut versteckt heute.

Fahren den großen Loop mit dem Wasserloch Carols Rest. Dort hatten wir bei unserem letzten Besuch ein Löwenrudel entdeckt, das sich den ganzen Tag dort aufgehalten hatte und uns spektakuläre Eindrücke und Fotos bescherte.

Heute sind dort zwar Zebras, Kuhantilopen, Kudus, Warzenschweine und Schakale da, aber halt keine Katzen - schade!

Aber wir treffen auf eine große Büffelherde - schon ein tolles Erlebnis, so mitten zwischen den beeindruckenden Tieren zu stehen. Auch weiter Richtung Süden gibts noch allerlei zu sehen. Vor allem ein paar wunderschöne Vögel ganz nah, Mangusten und Schakele.

Doch das ist gar nicht gegen das Spektakel, das sich uns am Hapoor-Wasserloch bietet ...
Dort sehen wir schon von Weitem Elefanten bis zum Abwinken. Eine große Herde geht, die nächste kommt. Es wimmelt geradezu von den großen Tieren, sicher mehr als 100 sind gerade da - noch nie gesehen so ein Schauspiel!

Beobachten unglaublich viele schöne Szenen - Gerangel zwischen Jungtieren, das Herumtollen der übermütigen Babies, Badespaß und gut gemeinte Kampfszenen. Und immer wieder die Kleinen, die zwischen den Beinen der Mütter laufen - ein Wunder, daß denen nichts passiert ...

Nach einer Stunde fahren wir glücklich wieder zurück Richtung Camp. Kurz vor 11 Uhr sind wir am Tor - der Wächter ist lästig und großkotzig, wohl weil wir ihm gestern kein Trinkgeld für seine "Tipps" gegeben haben - das muß ja auch wirklich nicht sein ....

Gehen noch kurz in den Shop und kaufen ein paar Kleinigkeiten fürs Mittagessen. Heute wollen wir grillen, auf das Essen hier im Restaurant verzichten wir. Das ist uns von unserem letzten Besuch noch negativ in Erinnerung, wie leider überhaupt fast alle Nationalpark-Restaurants.

Die Steaks mit Fladenbrot und Griechischem Salat werden sehr gut, danach brauchen wir unbedingt noch eine Rastpause ...

02.10. Nachmittags-Gamedrive (nicht jugendfrei)

Um 15.15 Uhr fahren wir wieder los. Halten uns nur im nördlichen Teil auf, die Elefanten hatten wir ja schon in der Früh ausgiebig beobachtet.

Ein paar schöne Vögel gibt es wieder zu sehen und eine Fast-Kampfszene zwischen drei Büffeln.

Und dann eine nicht ganz jugendfreie Szene, bei der sich ein Schildkrötenpärchen um Fortpflanzung bemüht. Wir lachen uns krumm über die beiden - das Männchen keucht und brummt und müht sich ab, das Weibchen sieht völlig unbeteiligt drein und geht einfach langsam weiter ...

Kurz vor 18 Uhr sind wir rechtzeitig zum Sundowner wieder zurück. Der Wetterbericht sagt nichts Gutes für die nächsten Tage - mal sehen, bisher hatten wir ja eigentlich Glück!

03.10. Weiter Richtung Tsitsikamma

Schon wieder werde ich vor dem Wecker wach - 5.45 Uhr, genau die richtige Zeit in einem Nationalpark mit Tieren. War ja das letzte Mal auf dieser Reise, fortan heißt es Ausschlafen ...

Nun heißt es aber erst mal wieder, das Auto vollräumen. Nicht so einfach bei dem kleinen Kofferraum, aber immer noch besser als der winzige Chevy, den wir vor 2 Jahren hatten - da hatten wir immer Angst, ihn mal irgendwo zu verlieren :-)

Die Fahrt durch den nördlichen Teil ist ereignislos. Am Hapoor-Damm ist heute total tote Hose, wohl Glück gehabt gestern ...

Wenigstens ein paar Erdmännchen, meine Lieblingstiere, sehen wir in der Nähe. Im südlichen Teil des Parks gibts fast überhaupt keine Tiere mehr, ein Elefant, ein paar Zebras und jede Menge Warzenschweine laufen uns über den Weg.

Um 8.30 Uhr verlassen wir Addo - heute gehts ans Meer ...