Knysna - De Hoop Nature Reserve  -  08.-09.10.2012

08.10. Über Mossel Bay nach De Hoop

Haben schlecht geschlafen, irgendwie doch unheimlich so ganz allein mitten im Wald ...
Immer wieder waren Geräusche auf der Terrasse zu hören, als es hell wird stellt sich heraus, daß es Regentropfen sind. Jetzt regnet es nämlich wirklich, da waren die paar Tropfen bisher echt gar nichts ...

Um 7 Uhr stehen wir auf, kurz vorher ist der Generator ausgefallen. Da wirds nicht viel mit Frühstück. Es ist natürlich auch ziemlich dunkel im Haus, schwer da alles zusammenzupacken. Es gäbe da ja noch die Anleitung, wie man den Generator vielleicht wieder zum Laufen bringt, aber das zahlt sich auch nicht mehr aus jetzt.

Um 8 Uhr sind wir unten am Kiosk, zum Glück ist schon jemand da, der den Schlüssel entgegennimmt.

Heute haben wir mehr als 300 Kilometer bis De Hoop zu fahren. Hoffentlich wird das Wetter noch besser!

Machen einen Abstecher nach Mossel Bay und einen Bummel durch die Stadt. Es gibt hier das Diaz-Museum und ein recht nettes Muschelmuseum, aber da waren wir schon auf einer früheren Reise. Kaufen gleich Proviant fürs Mittagessen und tatsächlich lockert es schon wieder auf - um 10.45 gehts los Richtung De Hoop.

Fahren immer unserem Navi nach, das wird schon wissen was es tut ... Nach Heidelberg gehts wieder mal auf eine Piste. Schaue mal auf der Karte nach und merke, daß wir die Route mit der Fähre fahren. Da waren wir vor 10 Jahren schon mal bei strömenden Regen gefahren und hatten dann einen riesigen Umweg machen müssen, weil die Fähre geschlossen hatte - war damals eine totale Schlammschlacht auf den Pisten. Na ja, es ist Montag vormittag, da wird die Fähre schon offen haben ...

Landschaftlich ist es ja wunderschön hier, immer wieder mal bleiben wir bei einer Straußenherde stehen - einfach zu lustig, wie sie wie der Blitz alle angelaufen kommen!

An der Fähre angekommen, stellen wir mit Erleichterung fest, daß sie in Betrieb ist. Sie fährt gerade mit einem Auto rüber und drüben wartet schon ein Traktor mit einem Anhänger voller Arbeiter. Erst nach einer Weile merken wir, daß die Fähre wirklich händisch über den Fluß gezogen wird - das haben wir auch noch nie gesehen!
Hinter uns kommen noch 2 Autos, da wird es voll. Die Fahrt ist echt cool, Franky wird gleich eingespannt und zieht die Fähre ein Stückchen rüber - jeder will natürlich mal ziehen, da hat das Personal nicht viel zu tun auf dieser Fahrt :-)

Weiter geht es über die Pisten, ein Glück das es nicht mehr regnet. Bei einer "Trading Post" (Bäckerei, Geschäft, Gasthaus und Postamt in einem) kaufen wir Brot und ein paar Süßigkeiten - Eis war leider ausverkauft ...

Um 14 Uhr erreichen wir De Hoop, hier waren wir immer gern hergekommen, weil es so wunderschöne Wandergebiete gibt. Doch das sieht nicht gut aus mit Wandern diesmal, denn das Wetter wird schon wieder schlechter. Hatten hier eigentlich ein günstiges Rondavel mit Gemeinschaftsbad gebucht, doch bei der Kälte ist uns ein Haus mit eigenem Badezimmer lieber. Nach etwas Jammern an der Rezeption bekommen wir gegen nicht allzuviel Aufpreis ein Cottage. Gute Idee, wie sich rausstellt, denn das hat zumindest einen Heizkörper und man braucht nicht bei der Kälte raus ins Bad!

Wir schalten gleich mal den Heizkörper ein und machen uns zur Feier des Tages eine Flasche Wein auf, das wärmt auch noch von innen!

Lassen uns von dem schlechten Wetter aber nicht aufhalten, gleich mal nach Koppie Allen runterzufahren. Die Piste ist noch genauso schlecht wie das letzte Mal, es ist sehr windig und ziemlich kalt. Trotzdem bleiben wir eine Weile, weil einige Wale da sind, die springen und winken - immer wieder ein wunderschöner Anblick!

Hatten schon bei der Ankunft einen Tisch im Restaurant reserviert, das war uns von unserem letzten Besuch noch gut in Erinnerung geblieben. Um 19 Uhr fahren wir dann hin, alle Tische sind belegt. Es gibt Menü mit jeweils 2 Möglichkeiten. Wir nehmen Springbok Carpaccio, Steak und Schokomousse. Nicht billig, aber sehr gut das Essen!

So gestärkt läßt sich die Kälte leichter aushalten, wir haben den Heizkörper schon ins Schlafzimmer gestellt, mit ein paar warmen Decken ist es recht gemütlich.

09.10. De Hoop - Wanderung in Koppie Allen

Fernseher hatten wir ja nicht hier, wissen also nicht was uns die nächsten Tage mit dem Wetter erwartet - hoffentlich wirds bald wieder besser!

Für heute siehts nicht gut aus, strömender Regen empfängt uns, als wir um 7 Uhr aufstehen. Können nicht mal ins Auto, weil es mitten in einer tiefen Wasserpfütze steht. Franky holt große Steine aus einer Mauer und legt einen Weg, so gehts einigermaßen ...

Fahren trotzdem hinunter nach Koppie Allen, zum Glück hört es wenigstens zu regnen auf, nachdem wir ein paar Minuten am Parkplatz gewartet hatten.

Können also doch noch eine ausgiebige Strandwanderung machen, hier ist es einfach wunderschön.

Am Rückweg Richtung Parkplatz sehen wir eine große Puffotter mitten am Weg. Sie verzieht sich schnell ins Gestrüpp, genau durch dieses waren wir am Weg hierher noch gegangen. Erinnert uns mal wieder daran, daß man einfach total gut aufpassen muß - man wird schnell wieder leichtsinnig ...

Um 13 Uhr fahren wir los, wir wollen heute zum südlichsten Punkt Afrikas.