Agulhas - Hermanus  -  11.-13.10.2012

11.10. Weiter Richtung Hermanus

Sind nur ein paar Dekowölkchen am Himmel, als wir um 7 Uhr aufstehen. Zum Frühstück gibts Rührei mit Toast. Das Einräumen geht schon schneller, weil ich gestern schon viel zusammengepackt habe.

Über unzählige Pisten gehts immer dem Navi nach Richtung Kleinbaai. Hier sind wir wieder im Wildblumenland, unfassbar schön wie es hier überall blüht im Moment.

Wir haben Kühe auch zuhause in Hülle und Fülle, aber die Exemplare hier sind richtig hübsch - und dann liegen sie auch noch in einer violetten Blütenpracht herum - die muß man einfach bewundern!

Auch die Proteen blühen wunderschön und so bleiben wir immer wieder stehen, um die Pracht zu bewundern. Ein Glück, daß heute das Wetter besser ist!

11.10. Kleinbaai und Dangerpoint Lighthouse

In Kleinbaai machen wir Zwischenstopp. Ein nettes kleines Städtchen mit hübschen Häusern. Fahren erst zum Hafen und sehen uns etwas um. Hier steht alles im Zeichen des Sharkdivings. Jede Menge Boote mit Käfige an den Seiten warten hier auf abenteuerhungrige Touristen. Und die sieht man auch in Massen hier ...

Wir sind weniger abenteuerlustig, obwohl unser nächstes Ziel schon auch einen abenteuerlichen Namen hat: Dangerpoint Lighthouse.

Man sieht den Leuchtturm schon von Weitem, sieht recht imposant aus. Auf dem Weg hinaus entdecken wir schon wieder neue, wunderschöne Wildblumenarten.

Das Dangerpoint-Lighthouse ist heute noch in Betrieb und man kann es besichtigen. Heute hat die moderne Technik Einzug gehalten mit Computer & Co.

Steigen hinauf und genießen von oben den schönen Ausblick auf die Küste. Draußen am Meer sieht man Boote, die ganz nahe an Wale heranfahren - da freuen wir uns schon auf Hermanus!

Der Leuchtturm wurde gebaut, nachdem hier in der Gegend im Jahr 1852 der Truppentransporter MS Birkenhead gesunken war und rund 450 Menschen dabei starben. Sie waren entweder ertrunken oder von Haien getötet worden. Interessant dabei ist, daß alle Frauen und Kinder mit den Booten gerettet werden konnten.

11.10. Hermanus Whalewatchingtour

Über Gansbaai geht es weiter und um 14 Uhr erreichen wir Hermanus. Erster Stopp ist wie immer der Aussichtspunkt "Die Gang" am Ortsanfang. Hier hatten wir bisher immer Wale gesehen, doch heute ist keiner da. "Die werden doch schon hier sein?", denken wir beunruhigt.

Wir fahren also gleich weiter zum Hafen, um uns wegen einer Whalewatching-Tour zu erkundigen. Der größte Anbieter ist Southern Right Charters. Es gibt noch einen zweiten, doch die wissen nicht genau, ob und wann es überhaupt Fahrten gibt. Das ist schade, denn deren Boot hätte uns besser gefallen als das moderne Ding von Southern Right Charters. Na ja, kann man auch nichts machen.

Im Moment können wir uns noch aussuchen, wann wir fahren wollen - es sind sogar noch genügend Plätze bei der heutigen Nachmittagsfahrt um 15 Uhr frei. Wir entscheiden uns dafür, gleich zu fahren - wer weiß, wie morgen das Wetter ist ...

Zahlt sich gar nicht mehr aus, noch irgendwohin zu fahren - warten also gleich am Hafen auf die Abfahrt. Das Boot füllt sich bis auf den letzten Platz, wir haben aber Glück und bekommen einen der vier Plätze außen am Bug. Da muß man natürlich etwas seefest sein, denn manchmal geht es schon kräftig auf und ab und dann wird man auch ein bißchen naß. Aber heute ist das Meer recht ruhig, da ist das kein Problem.

Wir fahren Richtung Südwesten in die nächsten Buchten. Mehr als eine Stunde lang ist ein einzelner Seehund das einzige Highlight. Wir sind schon etwas enttäuscht, waren doch unsere bisherigen 2 Whalewatchingtouren wesentlich erfolgreicher.

Dann tauchen aber doch die ersten Wale auf und wir können sie relativ nahe beobachten. Ein paar schöne Szenen gibt es natürlich immer zu beobachten. Trotzdem ist das mit den modernen Booten nicht mehr das gleiche Erlebnis wie früher. Vor 10 Jahren waren wir in einem alten Holzboot gefahren und ein Wal kam direkt an das Boot heran, man konnte fast hinuntergreifen drauf. Das gibts in den Hightech-Dingern heute nicht mehr - aber dafür haben wir heute ein besseres Teleobjektiv :-)

Obwohl die Fahrt fast 3 Stunden dauert, ist die "Ausbeute" an Walen nicht aufregend. Wird wohl die letzte Whalewatching-Tour hier gewesen sein, das ist das Geld nicht mehr wert finden wir. Das mit den Walen hautnah ist natürlich Glückssache, nur ein paar Wochen später ist ein Wal weiter nördlich direkt auf ein Tourboot gesprungen. Das allerdings ist schon zuviel des Glücks, denn es wurden auch Leute verletzt ...

Um 18 Uhr sind wir zurück, ist schon recht kalt gewesen auf der Rückfahrt und wir sind etwas durchgefroren.

Fahren gleich ins Hermanus Guesthouse, hier haben wir für die nächsten 2 Nächte gebucht. Das Guesthouse ist sehr gediegen, unser Zimmer liegt im Hof und auch recht nett eingerichtet.

Halten uns gar nicht lange auf und gehen los zum Abendessen. Leider gibt es das kubanische Lokal, in dem wir bei unserem letzten Besuch hier waren, nicht mehr. Jetzt heißt das Restaurant "Cocos" und ist leider nicht mehr so gut wie der Kubaner.
Der Linefish für 105 Rand ist klein und trocken, da werden wir morgen wohl woanders hingehen ...

Zwei Tassen Tee haben uns wieder etwas aufgewärmt und so sind wir bereit für den Rückweg zum Guesthouse.

12.10. Wale, Wale, Wale ...

Frühstück gibts erst ab 8.30 Uhr, es ist mit Abstand das schmackhafteste bisher. Das Omelett ist echt fantastisch hier! Wurst, Käse, Obstsalat und Croissants runden das Angebot ab.

Ebenfalls fantastisch ist das Wetter heute - kein Wölkchen am Himmel.

Es wird ein wunderschöner Tag - wir flanieren die lange Promenade auf und ab und beobachten die Wale. Und die gibt es hier wirklich in Massen. Hatten wir gestern auf der Whalewatching-Tour ab und zu einen gesehen, sind sie hier kaum zu übersehen. Mehrere Mütter mit Babies, darunter auch ein seltenes weißes Exemplar sind da.

Wir sehen zweimal einen großen Wal springen, leider ziemlich weit draußen. Die kleinen Wale springen öfter mal, sogar ganz nahe an der Küste. Ist aber nicht so spektakulär wie bei ihren großen Verwandten ...

Mittagessen wollten wir eigentlich in einem der schönen Restaurants mit Blick aufs Meer. Nach fast einer halbe Stunde und mehreren Zeichen und Bitten haben wir immer noch kein Essen bestellen dürfen - also gehen wir wieder. Dann halt wieder zu KFC, den Hunger stillt das auch :-)

Den Nachmittag verbringen wir wieder mit Bummeln auf der Promenade und unzähligen schönen Eindrücken und Bildern von Walen.

Treffen auch auf den "Whale crier", ein uniformierter Mann mit Horn, der die Wale ankündigt. Ist bei dem Walvorkommen im Moment eher ein Scherz, er bläst auch hauptsächlich für Touristen-Fotos und -videos :-)

So vergeht der Tag wie im Flug. Gehen noch zum Abendessen ins Spur Steakhouse und machen uns dann auf den Weg zurück ins Guesthouse.