Tsitsikamma - Knysna  -  06.-08.10.2012

06.10. Tsitsikamma bis Natures Valley 

Auf der N2 geht es recht zügig Richtung Plettenberg. Wollen noch einen Abstecher nach Natures Valley machen, da hatte es uns immer recht gut gefallen. Die erste Ausfahrt ist gesperrt, wir müssen die nächste raus und dann die R102 zurückfahren.

Leider ist es hier bei Weitem nicht so schön, wenn es so bewölkt ist wie heute. Wir fahren aber trotzdem an den Strand und machen einen kleinen Spaziergang.

Am Parkplatz steht ein wunderschön orange blühender Baum, den wir bewundern. Ein Einheimischer kommt mit dem Rad vorbei und erklärt uns, das sei ein "Coral-Tree". Früher hätte man ja "Kaffer-Boom" dazu gesagt, aber das sei heute nicht mehr gern gehört, weil Kaffer sei "a bad word for black people". Ja, das Wort hat wirklich einen ganz unangenehmen Klang für uns ...

Fahren noch kurz zum Fluß, hier wurde wieder mal die Straße weggeschwemmt und es gibt eine Baustelle. Ist auch nur halb so schön ohne Sonnenschein hier ...

So fahren wir gegen Mittag wieder zurück auf die N2 und biegen nach ein paar Kilometern wieder ab Richtung Monkeyland.

06.10. Birds of Eden Vogelpark

Monkeyland fällt flach, weil Franky "keine Lust auf so einen Affenzirkus mit Führer" hat. Waren vor etlichen Jahren schon mal da, muß nicht nochmal sein.

Aber nebenan ist der zweite Park, den es bei unserem letzten Besuch hier noch nicht gab - der Birds of Eden Vogelpark. Der ist ganz anders als die Vogelparks, die wir bisher gesehen haben. Man hat wirklich das Gefühl, mitten durch einen Urwald zu gehen und sieht dabei unzählige heimische und exotische Vögel. Die gigantische Voliere, die über das Ganze gespannt ist, fällt dabei kaum auf. Es gibt einen Bach mit kleinem Wasserfall und eine Hängebrücke - wirklich wunderschön gemacht und absolut sehenswert!

Wir halten uns 2 Stunden hier auf und haben unseren Spaß mit den Sittichen, die frech auf Frankys Arm raufklettern und ihn ins Ohr kneifen. Eigentlich ja nicht in Ordnung, denn die Tiere könnten sich Krankheiten holen - und umgekehrt ...

Weiter gehts vorbei an Plettenberg Richtung Knysna. Zwischendrin haben wir unsere nächste Unterkunft vorgebucht.

06.10. Ankunft im Treetop-Chalet Knysna Forest

Das Treetop Chalet im Harkerville Forest zwischen Plettenberg und Knysna hatte ich zufällig auf der SANPARKS Homepage entdeckt. Hatte uns gleich gefallen und es war zufällig noch frei für die 2 Nächte.

Das Check-In ist etwas kompliziert. Wir hatten gewußt, daß man den Schlüssel beim "Garden of Eden Kiosk" bekommen sollte. Den hatten wir aber erst beim 3. Mal vorbeifahren entdeckt, weil es ein unscheinbares Holzhüttchen am Straßenrand war ohne großen Hinweis. Wir haben dann auch nicht nur mehrere Schlüssel fürs Haus bekommen, sondern noch Fernbedienungen jede Menge Instruktionen. Das Haus liegt total abgeschieden mitten im Wald. Auf der Fahrt über den Waldweg muß man schon 2 Tore öffnen, dazu die 2 Fernbedienungen. Beim Haus angekommen muß man Tür und Sicherheitsgitter öffnen und sofort die Alarmanlage deaktivieren. Das gelingt nicht gleich und schon klingelt das Telefon - die Securityfirma will Name und Kennwort, damit keiner nachschauen kommen muß.

Im Haus müssen wir uns erstmal zurechtfinden - es ist gigantisch! Riesiges Wohnzimmer mit Kaminofen und Ledercouch. Offene Küche mit allem was man braucht - sogar einen Geschirrspüler gibt es! 2 Schlafzimmer, 2 Bäder, eine Waschmaschine ...

Aber das Tollste hier ist die riesige Veranda direkt an den Baumwipfeln mit Griller, Sitzgarnitur, Liegen und einem geheizten Whirlpool!!! Ist doch kaum zu fassen der Luxus hier - noch nie gehabt sowas!

Es wäre tatsächlich der absolute Traum, wäre es nur nicht so schrecklich kalt ...
Aber wozu haben wir denn den Kaminofen und den beheizten Pool ? So gibts erst mal ein einfaches Mittagessen (Ham&Eggs mit Toast und Salat) und dann heizen wir kräftig ein.

Nach einem Bad auf der Terrasse mit Blick in den Wald sitzen wir vor dem Feuer und tauen langsam wieder auf - bin wieder mal froh darüber, die warmen Socken eingepackt zu haben :-)

Bis zum Abendessen wird es langsam gemütlich im Wohnzimmer, braucht natürlich seine Zeit, bis so ein großer Raum mit einem kleinen Ofen aufgeheizt ist.

07.10. Plettenberg Bay

Wollten eigentlich mal so richtig ausschlafen, weil ja auch Schmuddelwetter angesagt ist. Aber um 7 Uhr zieht es uns schon raus auf die Terrasse, die Vögel zwitschern und es ist nicht mal so dicht bewölkt wie wir dachten. Könnte ja auch regnen ...

Frühstücken erstmal kräftig und machen dann noch einen Besuch im Whirlpool. Um 9.30 Uhr fahren wir los ins naheliegende Plettenberg. Fahren an einen kleinen Strand, kurz kommt sogar mal die Sonne heraus.

Doch dann beginnt es zu regnen - Mist! Fahren trotzdem ins Robberg Nature Reserve hinaus, vielleicht klart es ja wieder auf ...

07.10. Wanderung im Robberg Nature Reserve

Wir waren nun schon zweimal hier und haben es nicht geschafft, die schöne Wanderung hinunter an den Strand zu machen. Einmal hatten wir nicht genug Zeit und einmal hattte es geregnet.

Heute wollen wir nicht wieder wegfahren und warten erstmal eine Weile am Parkplatz. Es hört auch tatsächlich auf zu regnen und wir gehen los. Obwohl ziemlich kräftiger Wind weht und es immer wieder mal etwas tröpfelt, gehen wir hinunter zum "Island". Etwas grenzwertig ist der Weg über die durch den Regen recht rutschige Steinwand, denn hier bläst der Wind fast in Orkanstärke und man muß schon sehr vorsichtig sein, um nicht weggeblasen zu werden oder auszurutschen. Das dürfte aber den vielen Warnschildern nach hier offenbar sowieso normal sein ...

Der Rest ist einfach und die Mühe lohnt sich allemal. Obwohl es auch auf der kleinen Insel sehr stürmisch ist, ist es wunderschön hier! Wir wandern über den Plankenweg und sehen den Möwen bei ihren irren Manövern in dem starken Wind zu - wunderschön!

Als wir zurück am Strand sind, kommt dann sogar noch die Sonne heraus und am Rückweg mit dem steilen Anstieg kommen wir sogar etwas ins Schwitzen :-)

Nach 2,5 Stunden sind wir wieder zurück am Parkplatz, endlich hat es mal geklappt mit der Wanderung!

Es ist erst früher Nachmittag und wir haben noch genug Zeit, um nach Knysna weiterzufahren.

07.10. Knysna Waterfront

Auch hier waren wir bereits zweimal. Ein recht hübsches Städtchen an der Lagune mit einer netten Waterfront mit Geschäften und Restaurants. Nach der vielen Natur der letzten Tage ist ein kleiner Bummel mal wieder genau das Richtige!

Bleiben dann auch noch zum Abendessen im Spur Steakhouse, einem Kettenrestaurant das es überall im südlichen Afrika gibt. War auch schon mal besser und günstiger, aber das ist halt leider oft so.

Dann zurück in unser "Traumhaus". Schalten gleich den Jacuzzi ein und heizen kräftig ein. Erst am späteren Abend wird es einigermaßen warm, aber eine Flasche südafrikanischer Wein wärmt wenigstens von innen ...