Addo - Tsitsikamma Nationalpark  -  03.-06.10.2012

03.10. Über Port Elizabeth nach Jeffreys Bay

Schnell sind wir auf der N2, von hier aus sind es nicht mal 40 Kilometer nach Port Elizabeth. Hier machen wir einen Zwischenstopp im Superspar Bluewater Bay.  Wir verbringen die nächsten 3 Tage in Tsitsikamma und wollen uns wieder selbst versorgen - jetzt ist das Auto wirklich voll!

Um 9.40 Uhr fahren wir los Richtung Jeffreys Bay. Der Küstenort ist berühmt für seine Muscheln, da wollten wir auch immer schon mal hin. Wir hatten uns ein nettes, kleines Städtchen vorgestellt mit Stränden, übersät mit Muscheln. Die Realität ist wieder mal anders. Eine Touristenhochburg und am Strand keine Muschel zu sehen. Aber es laufen Unmengen von Leuten mit Taschen den Strand entlang, die hatten wohl auch alle das Gleiche wie wir erwartet ...

Wir stellen allerdings schnell fest, daß man die Muscheln hier viel bequemer haben kann, denn immer der Strandstraße entlang stößt man schnell auf Verkaufsstände. Und dort gibts Muscheln in Hülle und Fülle. Ein großes Sackerl voll recht schöner Exemplare kostet gerade mal 20 Rand (ca. 2 Euro). Ist zwar nicht so schön wie selbst sammeln, aber hier hat man offensichtlich nur mitten in der Nacht bei Sturm noch Chancen, was zu finden :-)

Wir machen noch einen Bummel durch die Shop- und Restaurantwelt des Ortes, schon irre touristisch hier. Obwohl die Hauptsaison noch nicht angefangen hat, wie wir von den Leuten hier erfahren.

03.10. Weiter nach Tsitsikamma

Dann gehts weiter nach Tsitsikamma. Sind um 13.40 Uhr an der Rezeption. Wir hatten hier ein Honeymoon-Chalet für die nächsten 3 Nächte vorgebucht und bekommen die Nr. 8A. Gleich das erste in der Reihe, nicht schlecht die Lage ...

Sogar die Sonne kommt noch raus am späten Nachmittag, das nutzen wir für einen wunderschönen Spaziergang an den Klippen. Dabei können wir wieder die putzigen Klippschliefer (Dassies) beobachten, die jetzt besonders aktiv sind.

Die meisten Leute kommen hier ja nur für ein paar Stunden her, meist um zu den bekannten Hängebrücken zu gehen. Wir verbringen hier seit 10 Jahren immer mehrere Nächte, es gefällt uns einfach total gut hier.

Das Abendessen ist einfach, aber auf der Terrasse direkt an den Klippen ein Genuß!

04.10. Tsitsikamma - Wandern und Hängebrücken

Werden schon um 6 Uhr wach - und eigentlich wollten wir ja endlich mal ausschlafen ... Aber schließlich sind wir ja auch schon früh schlafen gegangen - so genießen wir einfach den Blick vom Bett auf´s Meer, wo hat man denn sowas schon mal ?

Frühstück gibts heute im Chalet, in der Nacht hat es geregnet, es ist stark bewölkt und ziemlich kalt draußen.

Um 9 Uhr gehen wir dann doch noch los Richtung Ottertrail. Gehen ein Stück den Trail entlang, aber es ist ziemlich rutschig und wir wollen kein Risiko eingehen. Gegen Mittag sind wir wieder zurück, es ist mittlerweile wieder trocken auf der Terrasse. Das nutzen wir gleich zum Mittagessen.

Nach dem Essen kommt die Sonne raus und wir gehen zu den Hängebrücken. Vor zwei Jahren war die Hauptbrücke renoviert worden und daher geschlossen. Mittlerweile gibt es 3 Brücken über den Stormsriver-Mouth und 2 Buchten. Gut für den Kreislauf, 860 Stufen insgesamt hin und retour gilt es zu bewältigen.

Aber wir können uns ja Zeit lassen, haben sonst ja nichts mehr vor heute. Gehen noch ein Stück den Wanderweg nach den Brücken hinauf und dann gehts wieder zurück zum Camp. Dort ist es mittlerweile voll geworden, ein Riesenbus nach dem anderen trifft ein und alles marschiert los zu den Hängebrücken. Haben wir Glück gehabt, noch vor den Massen dort gewesen zu sein ...

Beobachten noch etwas, wie die Wellen sich an den Felsen brechen und genießen die Sonnenstrahlen, bevor wir zurück zu unserem "Traum-Häuschen" gehen.

Am Abend ist es dann wieder ziemlich kalt, doch mit den Kuscheldecken am Sofa läßt es sich aushalten. Einzig ein offener Kamin fehlt noch hier, aber dafür haben wir ja den Blick auf die Wellen ...

05.10. Tsitsikamma - Goesa-Trail + Otter-Trail

Werden wieder um 6.30 Uhr wach, das wird echt langsam zur Gewohnheit hier! Die Sonne scheint, gibts doch gar nicht ... Der Wetterbericht für die nächsten Tage war ziemlich trostlos gestern Abend. Da freut uns der Sonnenschein umso mehr, also nichts wie raus aus den Federn!

Um 9 Uhr ist es immer noch schön und wir fahren hinauf zur Sauer-Brücke über die Storms-River-Schlucht. Schon beeindruckend, wie tief es da hinuntergeht.

Dann weiter ins Storms River Village. Haben etwas Probleme, den Trail mit den Farnbäumen zu finden, eher zufällig entdecken wir dann eine Tafel. Hinein ins Village, Links bis zum Ende der Straße. Dort ist die Sanparks-Tafel, von dort startet rechts der Trail. Er heißt Goesa-Trail, ist nicht sonderlich anstrengend und hat uns total gut gefallen.

Wir lassen uns für die gut 2 Kilometer durch den Wald viel Zeit. In einem romantischen Tal mit Bächen wachsen jede Menge der schönen Farnbäume, die Ruhe hier ist fantastisch.

Mittags sind wir wieder zurück im Chalet und nutzen das immer noch gute Wetter, um Steaks zu Grillen.

Um 14 Uhr fahren wir dann zum Parkplatz beim Otter-Trail. Diesmal gehen wir den Trail nicht bis zum Wasserfall sondern kehren nach dem Kletterteil wieder um. Ist einfach schon zu spät und wir wollen nicht riskieren, am Rückweg über die von der Flut rutschigen Felsen klettern zu müssen. Natürlich machen wir ein gutes Stück der Kletterpartie. Macht Spaß, über die Steine zu hüpfen und etwas rumzuklettern. Heute ist ja der Trail gegenüber von vor 10 Jahren schon total entschärft, es gibt Brücken und Leitern die es damals alle nicht gab. Da mußte man sogar an einer Stelle über einen Felsen springen, war schon bedeutend gefährlicher als heute.

Es hat schon wieder total zugezogen, aber zum Glück beginnt es wenigstens nicht zu regnen. Ist nicht lustig, über nasse Steine zu hüpfen - dafür sind wir nicht mehr jung genug :-)

Zurück im Chalet machen wir es uns im Wohnzimmer gemütlich, es ist schon recht kalt draußen und wir sind wieder mal froh über die Kuscheldecken ...

06.10. Schwerer Abschied von Tsitsikamma

Um 6 Uhr leuchtet die Sonne beim Schlafzimmerfenster herein und die Wellen rauschen. Da hält uns wieder mal nichts mehr im Bett.  Ein Blick aus dem Fenster zeigt, daß die Sonne nur von kurzer Dauer ist, denn eigentlich ist es ja dicht bewölkt und nur ein kleines Fenster hat sich aufgetan ...

Aber heute ist es nicht so kalt und wir können ein letztes Mal auf der Terrasse frühstücken.

Um 8.20 Uhr fahren wir schweren Herzens los, aber vielleicht kommen wir ja bald mal wieder hierher ...

Am Weg zur Hauptstraße bewundern wir wieder den typisch südafrikanischen Fynbos, der hier gerade in voller Blüte steht.