USA-Kanada-Hawaii - 03.-29.10.2013

25.10. Flug nach Maui - Rundfahrt Norden

Anflug auf Maui

Schon um 8.20 Uhr fliegen wir heute nach Maui. Der Flughafen Hilo ist klein, trotzdem sind die Sicherheitskontrollen hier strenger als irgendwo sonst bisher - seltsam ...

Wir sind zu früh dran, die Autorückgabe war wieder mal im Nu erledigt. Die meisten Leute kommen hier kurz vor dem Abflug - wir haben bereits festgestellt, daß Fliegen mit Hawaiian Airlines wie zuhause Busfahren ist. Kaum hat der Letzte im Flieger Platz gefunden, wird schon losgefahren - und kaum hat man nach der Landung angedockt, wird schon ausgestiegen. Unglaublich einfach, schnell und überpünktlich geht das hier ...

Nach einer guten halben Stunde sind wir da. Der Flughafen Maui ist auch nicht besonders groß, trotzdem muß man hier mit dem Bus zu den Rental Cars fahren. Diesmal haben wir Hertz, eine Premiere für uns ...
Der Service der schlechteste bisher. In dem auf Gefrierschranktemperatur heruntergekühlten Wartebereich sind nur 2 Kunden vor uns, aber wir warten trotzdem eine gute halbe Stunde und werden äußerst unfreundlich bedient. Der kleine Chevy, den wir endlich bekommen ist zwar sehr gut ausgestattet, aber ziemlich schmutzig. Wir holen eine Reinigungskraft, die uns zumindest noch die Fahrertür putzen muß, denn an der bleibt man fast kleben :-(

Und schon kann's wieder mal losgehen. Es ist noch nicht mal 10 Uhr und wir haben Zeit genug, uns ein bisschen auf der Insel umzusehen. Also fahren wir gleich mal in den nördlichen Teil.

Die Küstenstraße ist ganz nett, aber nichts was uns wirklich umhaut. Deswegen muß man jetzt nicht unbedingt so weit fliegen, da gibts in Südeuropa auch so schöne Strecken. Es ist wieder höllisch viel Verkehr, die Highlights sind sehr gut besucht.

Maui Nordseite

So fahren wir eher zügig durch, machen nur ab und zu mal einen Stopp um uns die Beine zu vertreten oder ein paar Fotos zu machen.

Schon um 14.30 Uhr erreichen wir Kihei. Hier hatten wir nach langem Suchen ein halbwegs günstiges Zimmer im Aston Maui Lu gebucht.

Bevor wir zum Hotel fahren, decken wir uns in einem großen Supermarkt wieder mal mit Vorräten ein. Daneben ist ein Fastfood-Restaurant, wieder mal ein Burger kann wohl auch nicht schaden ...

Dann zum Hotel - wir finden es auf Anhieb und sind schockiert! Der erste Anblick schrecklich - total heruntergekommene Gebäude, der Garten ungepflegt, das kann doch nicht unser Hotel sein ?!? Doch - da steht ein Schild mit dem Namen drauf ...

An der Rezeption stellen wir zum Glück fest, daß die verfallenen Gebäude gar nicht zu unserem Hotel gehören und das Aston Maui Lu nicht so schlimm aussieht. Wir lassen uns trotzdem sicherheitshalber das Zimmer zeigen, bevor wir einchecken und sind einigermaßen zufrieden. Nichts luxuriöses, aber ziemlich geräumig und sauber. Dafür halt einigermaßen günstig ...

Die Hotelanlage mit einem großen Pool und vielen Palmen ist auch ganz nett und es sind kaum Leute da. Wir machen uns etwas frisch und gehen gleich an den Pool. Den haben wir jetzt ganz für uns allein und sind zufrieden.

Aston Maui Lu

Leider können wir in der Nacht die Klimaanlage nicht einschalten, die macht einen unenträglichen Lärm - also besser Hitze als Radau ...

26.10. Doch mal ein Badetag ...

Strände südlich von Kihei

Habe Franky dazu überreden können, endlich mal einen Badetag einzulegen :-)

Wir sind einigermaßen früh dran und fahren los Richtung Süden. Die meisten Strände sind mit den Luxus-Hotelanlagen bebaut, doch durch einen Zufall finden wir den Polo-Beach-Park, einen kleinen öffentlichen Strand.

Sehr schön hier, doch es ist Wochenende und der kleine Strand ist sicher bald überfüllt.

Also fahren wir weiter zum größten öffentlichen Strand in diesem Gebiet, dem Makena Big Beach. Der Parkplatz ist noch ziemlich leer und wir finden einen schönen Platz zum Liegen unter einer Palme. Wir haben natürlich keinen Sonnenschirm und in der prallen Sonne ist es uns einfach zu heiß!

Makena Big Beach

Leider ist es mit dem Baden hier so ein Ding - es sind überall die roten Fahnen aufgestellt und über Lautsprecher geben die Lifeguards durch, man sollte vorsichtig sein wegen der starken Strömung. Die Brandung ist hier ziemlich extrem und Franky macht ausgiebig Bekanntschaft mit einer besonders großen Welle - noch Tage später kratzt er Sand aus den Ohren :-)

Am frühen Nachmittag ist es auch hier ziemlich voll und wir fahren zurück nach Kihei. Erst auf einen Burger und dann an den Pool. Nachdem aber die amerikanischen Familien mit Rudeln von Babies in Windeln den Pool okkupieren, vergeht uns irgendwie die Lust aufs Schwimmen :-(

So fahren wir dann doch nochmal los, ganz bis ans südliche Ende der Insel. Hier gibts keine aufregenden Sandstrände mehr, alles ist Lavagestein.

Also zurück zum Polo-Beach-Park. Der größte Andrang ist hier vorbei, die meisten Leute sind schon am Aufbruch. Auch die Sonne ist nicht mehr so stark jetzt und so lässt es sich hier gut aushalten.

Maui südlich von Kihei

Zum Sonnenuntergang fahren wir zurück zu unserem "Hotel-Strand". Ja, den gäbe es auch, ist aber nicht wirklich ansehnlich und der Blick auf die Industrieanlage im Norden der Stadt lädt hier nicht gerade zum Baden ein. Aber der Sonnenuntergang mit Palmen ist hier recht nett und so neigt sich schon wieder ein Tag dem Ende zu ...

27.10. Inselrundfahrt Osten - Straße nach Hana

Straße nach Hana

Wieder mal Fahrtag pur. Heute wollen wir die Ostseite der Insel erkunden - die "Straße nach Hana" zählt ja zu den Highlights von Maui.

Wir fahren schon um 7.30 Uhr los, sicher vor dem großen Andrang denken wir. Doch sogar um diese Zeit ist schon höllisch viel los - es ist Sonntag und die Einheimischen fahren zum Surfen und Baden! Obwohl die Wellen nicht sonderlich hoch sind, paddeln hundert oder sogar tausende von Surfern drauf herum, vor allem am bekannten Ho'okipa Beach! Die müssen sich doch fast zwangsläufig gegenseitig rammen - noch nie gesehen sowas ...

Die Parkplätze sind natürlich überfüllt und wir fahren in einer einzigen Blechkolonne dahin. Nicht gerade das, was wir uns vom malerischen Hawaii erwartet hatten - aber Oahu war ja schon ein Vorgeschmack darauf!

Trotzdem ist es natürlich schön, durch die üppige Vegetation eines der regenreichsten Gebiete der Welt zu fahren. Und das bei strahlendem Sonnenschein!

Auffällig sind Bäume mit grellroten und -gelben Streifen. Sieht fast aus wie angemalt, ist aber ein Regenbogen-Eukalyptus. Sogar Zitronen wachsen einfach so neben der Straße.

Besonders auffällig sind die wunderschön rot blühenden Bäume, die überall im dichten Urwald stehen. Wir machen einen Spaziergang im Ke'anae Arboretum, hier sind nicht allzuviele Leute und die Pflanzenvielfalt ist sehenswert.

Ke'anae Arboretum

Hana ist ein verschlafener kleiner Ort - unglaublich bei den Massen, die sich hindurchwälzen. Aber die meisten fahren halt offenbar einfach nur durch, vor allem die unzähligen Kleinbusse der Tourveranstalter ...
Wir fahren an den Strand, hier sind die Einheimischen zum Baden und Relaxen.

Am Strand von Hana

Es scheint fast, als wäre die Zeit hier stehen geblieben - im "Business-Center" gibt es statt McDonalds&Co einen General Store wie wir ihn aus unserer Kindheit kennen, eine Post, ein kleines Restaurant und zwei Souvenirläden. Etwas abseits ein Thai-Restaurant mit einem schönen Garten. Hier sind hauptsächlich Einheimische - das Essen ausgezeichnet und recht günstig.

Kurz nach Hana dann eine Straßen-Umleitung. Die führt an einem netten kleinen Strand vorbei - Koki Beach. Hier machen wir wieder einen kurzen Halt, aber es ist auch hier ziemlich voll.

Koki Beach bei Hana

Die weitere Route durch den Regenwald ist anstrengend zu fahren. total kurvig und meist sehr schmal. Zum Glück fahren wir in der Kolonne in die gleiche Richtung, Gegenverkehr gibts hier kaum. An den Highlights Wasserfall, Viewpoint&Co ist kaum ein Platz zum Parken zu bekommen. Ohne die Menschenmassen wäre es hier sicher traumhaft schön!

Und dann ist fast schlagartig die Vegetation zu Ende und wir erreichen das Karstgebiet des Haleakala Nationalparks. Von da an wird es ziemlich eintönig. Auf der Fahrt durch die "Uplands" beginnt es dann auch noch etwas zu regnen. Also schnell zurück nach Kihei - wir sind wohl nun wirklich schon ziemlich verwöhnt vom guten Wetter :-)

Der karge Süden von Maui

Nach einem Abend-Burger sind wir rechtzeitig zum Sonnenuntergang am Hotelstrand. Und schon heißt es wieder mal packen, das letzte Mal auf dieser Reise. Denn morgen geht's zurück nach Seattle und übermorgen heißt es dann ab nach Hause! So eine Reise "ans andere Ende der Welt" ist schon eine ziemlich aufwändige Angelegenheit ...

28./29.10. Flug Maui - Seattle, Flug Seattle - München

Ausblick vom Zimmer im Aston Maui Lu

Heute stehen wir nicht so früh auf, schließlich haben wir zwei lange Reisetage vor uns ...

Nachdem unser Flug nach Seattle erst um 14.20 Uhr startet, haben wir noch Zeit für einen Besuch in Lahaina, nördlich von Kihei. Hier besichtigen wir natürlich den berühmten Banyan-Baum, einer der höchsten seiner Art in den USA. Er wurde bereits 1873 gepflanzt und bedeckt die unglaubliche Fläche von fast 2700 Quadratmetern!

In einem winzigen Geschäft schnitzt ein Hawaiier die hier sehr verbreiteten Tiki (polynesische Ahnenfiguren). Nach intensiven Preisverhandlungen und einem letzten Weg zum Geldautomaten tritt eine dieser Figuren Ihren langen Weg nach Österreich an :-)

Banyan Tree in Lahaina

Und schon ist es Zeit geworden, zum Flughafen zu fahren ... Autos zurückgeben wird bei uns langsam zur Gewohnheit und wenigstens das geht bei Hertz wie überall sonst auch problemlos. Bei der Sicherheitskontrolle stellen wir uns endlos lange an, da bleibt nicht mehr viel Zeit, um rumzusitzen.

Auch der letzte Flug mit Hawaiian Airlines startet wieder pünktlich - diesmal bekommen wir sogar was zu essen und einen besseren Service - kaum zu glauben ...

Um 23.10 Uhr landen wir in Seattle. Eigentlich hatten wir uns das recht einfach vorgestellt, in unser Ramada-Hotel zu kommen. Doch nach einer endlosen Latscherei sind wir endlich am Taxiplatz und da stehen lächerliche 2 Autos. Und keiner der beiden Fahrer weiß, wo unser Hotel ist - überhaupt sprechen sie noch viel, viel schlechter Englisch als wir - und das heißt was :-)

Zum Glück wird der Taxi-Manager geholt, der ruft kurzerhand im Ramada-Hotel an und will den Shuttle bestellen. Doch der Shuttlefahrer des Hotels ist krank und so beschreibt man einem der beiden Taxilenker die Strecke. Der bringt uns mit kräftiger Unterstützung von uns hin (wir kennen schließlich den Weg schon) und das Hotel bezahlt die Fahrt. Äußerst angenehme Überraschung ...

Das Zimmer wieder so spitze wie beim letzten Mal und so verbringen wir die letzte Nacht dieser Reise recht angenehm und erholsam.

Wir stehen spät auf, unser Flug nach München startet erst am frühen Nachmittag.
Das Frühstück ist für US-Verhältnisse toll (Waffeln, heiße Würstchen, Omeletts, Brownies, ...) und wir haben noch Zeit für einen Verdauungsspaziergang in der Umgebung des Hotels. Hier ist allerdings nur Industriegebiet, nicht wirklich was Besonderes zu sehen.

Mittags werden wir vom Hotelshuttle wieder kostenlos zum Flughafen gefahren. Das CheckIn problemlos und routinemäßig - hatten wir auf dieser Reise ja auch schon ein paarmal :-)

Wir sind angenehm überrascht, daß wir fußfreie Plätze gleich hinter der Business-Class haben, hatten schon vor so langer Zeit gebucht, daß wir uns gar nicht mehr dran erinnern dran konnten ...

Flug Seattle - Frankfurt

Mit dem Bordprogramm und etwas dahindösen ist auch die lange Flugzeit irgendwann zuende, diesmal fliegen wir durch die lange Zeitverschiebung großteils im Dunkeln und am Morgen des nächsten Tages landen wir dann pünktlich in Frankfurt. Leider müssen wir fast 4 Stunden auf unseren Anschlußflug nach Linz warten, aber irgendwann sind wir dann - ziemlich geschafft - wieder zuhause. Wir kämpfen diesmal eine gute Woche lang mit dem Jetlag - 12 Stunden sind schon krass - aber wir blicken auf eine wunderschöne, abwechslungsreiche Reise mit vielen unvergesslichen Erlebnissen zurück ...