USA-Kanada-Hawaii - 03.-29.10.2013

20.10. Flug Seattle Honolulu - Waikiki Beach

Hawaii

Schon um 5.40 Uhr werden wir geweckt - diesmal aber vom Wecker unseres Handys - wir haben jetzt eine Woche Urlaub vom "Mobilen Büro" - die Zeitverschiebung auf Hawaii von 12 Stunden läßt uns keine Wahl :-)

Um diese Zeit gibts noch kein Frühstück, wir fahren also gleich los zum Flughafen. Fast kein Verkehr um diese Zeit, wir finden auch ganz problemlos zum Car Rental Return - sehr gut ausgeschildert hier!

Die Auto-Rückgabe ist ruckzuck erledigt - den Aufkleber auf der Windschutzscheibe eingescannt, die Meilenanzahl eingegeben, eine Runde ums Auto und schon können wir zum Bus gehen. Wenn das mal überall so wäre wie hier in den USA ...

Der Bus wartet schon auf uns, wir werden zum Südterminal (2. Station) gebracht. Dort fahren wir mit dem Shuttlezug zum S-Bereich. CheckIn gibts bei Hawaiian Airlines nur mehr am Automaten - ein freundlicher Hawaiianer im obligatorischen geblümten Hemd steht bereit, um uns die Prozedur zu erklären. Die Flugnummer eintippen, die Gebühr für den Koffer mit Kreditkarte bezahlen und dann zur Gepäckaufgabe. Die ist im Moment noch händisch, man ist gerade dabei, das auch auf "self service" umzustellen. So sieht wohl die Zukunft im Flugbetrieb aus ...

An der Sicherheitskontrolle müssen wir durch den Körperscanner - und das obwohl wir die USA doch gar nicht mal verlassen. Franky weigert sich - kein Problem! Er wird in einen getrennten Bereich geführt und dort händisch gescannt - dabei wird sogar deutsch gesprochen ...

Ich hab meinen Feuchtigkeitsstift in der Hosentasche vergessen - das bringt mir einen Drogenabstrich an den Handflächen ein - natürlich negativ :-)

Aber schließlich ist es geschafft und dann geht es in den Wartebereich. Hier gibts ein irres Trara um das Handgepäck. Viele Leute haben ja mehrere oder zu große Handgepäckstücke mit - die müssen die Stücke nachträglich aufgeben, weil der Flug offenbar total ausgebucht ist. Wir haben zum Glück nur unsere beiden Rucksäcke mit.

Wir starten pünktlich um 8.45 Uhr, die Flugzeit beträgt 6,5 Stunden. Geplante Ankunftszeit schon kurz vor 12 Uhr, weil wir ja wieder 3 Stunden Zeitverschiebung dazubekommen. Lange Zeit ist es dicht bewölkt über dem Pazifik, doch endlich lockert es etwas auf. Wir befürchten schon schlechtes Wetter auf Hawaii ...

Wir hatten uns dafür entschieden, möglichst viel Hawaii in gut einer Woche zu sehen und hatten 2 Nächte auf Oahu und je 3 Nächte auf Big Island und Maui gebucht. Dazu die günstigsten Mietwagen-Angebote auf allen 3 Inseln. Dazu müssen wir wieder 4 x fliegen, aber 8 Flüge bei einer Reise sind für uns ja nichts Neues.

Ein Kurzüberblick über Hawaii sollte es sein - vielleicht kommen wir ja irgendwann nochmal für längere Zeit hierher ...

Plan Hawaii

Das "Essen" für diesen Langstreckenflug ist echt dürftig (2 Cracker, ein winziges Stück Käse, etwas Obst und eine Praline) - dazu Kaffee, Tee oder ein kleiner Becher Juice. Und das wars dann schon ... Die Sitze sind hart wie ein Brett, aber der Sitzabstand ist ok. Keine Decken, Polster oder gar Zeitungen, was sind wir nur von Lufthansa verwöhnt :-)

Der Flughafen Honolulu ist unerwartet groß, warum das so ist wird uns bald klar ...
Wir sind etwas verwirrt, wie wir zum Mietwagen kommen, in der Ankunftshalle gibt es jede Menge Schalter, alle unbesetzt. Bei einem steht dann doch ein Schild, wo was von Bussen draufsteht. Die nächste Verwirrung - welche Mietwagenfirma haben wir? Auf unserem Voucher steht Dollar-Thrifty, doch es gibt einen Bus für Dollar und einen anderen für Thrifty. Der Fahrer von Dollar hat auch keinen Plan, nimmt uns aber einfach mit - zum Glück wars zufällig richtig. Die Übernahme wie üblich, noch unfreundlicher gehts kaum aber wir haben ja schließlich die billigste Klasse gebucht und keine Extras dazugenommen, selbst schuld :-)

Die Ford Limousine ist ok und schon stürzen wir uns auf die Straßen von Honolulu. Der Verkehr hier haut uns fast aus den Socken - 2x6 Spuren auf der Autobahn und alle berstend voll! Und das am frühen Nachmittag, wer hätte das gedacht ...

Wir finden unser Hotel wieder mal problemlos. Es war nicht einfach hier in Waikiki was halbwegs günstiges in guter Lage zu finden. Das Ewa Waikiki liegt 2 Blocks vom Waikiki Beach, ist recht klein und für den Preis ok. Wir hatten ein Special gebucht, bei dem die Parkgebühr ermäßigt war - 15 statt 25 $ pro Tag - ist ja fast so teuer wie in Whistler :-)

Bevor wir unser Zimmer beziehen können, fahren wir nochmal weg. Am Weg von der Autobahn sind wir an einem großen Safeway vorbeigekommen, dort decken wir uns erstmal mit Getränken und ein bißchen was zu essen für die nächsten 2 Tage ein. Die 68 $ für ein paar Kleinigkeiten toppen die Preise in Kanada nochmal um einiges ...

Und dann gehts gleich an einen der berühmtesten Strände der Welt - Waikiki Beach! Hatten wir uns irgendwie schöner vorgestellt - der ist ja total überfüllt und einfach nur ein schmaler Sandstreifen. Ist da womöglich der Strand in Jesolo Lido schöner ?

Waikiki Beach

Aber die Sonne scheint und das Wasser ist badewannenwarm - dazu gibts natürlich jede Menge Palmen und Blütensträucher, also gleich mal an der Promenade entlangspaziert - und es gibt ja auch jede Menge Surfer zu beobachten, also doch besser als Italien :-)

Wir können sogar noch eine riesige Meeresschildkröte beobachten, die ganz nahe am Strand die Algen abgrast - ein wunderschöner Anblick!

Schildkröte am Waikiki Beach

Auch der Sonnenuntergang ist wunderschön hier - und schon hat es sich für uns gelohnt, nach Hawaii zu fliegen!

Der Tag war lang, wir gehen früh ins Bett ...

21.10. Inselrundfahrt Oahu

Hanauma Bay

Wir werden schon um 6 Uhr wach - muß wohl an der Zeitverschiebung liegen ...

Wenn wir schon mal wach sind, stehen wir auch gleich auf und fahren sofort los zu unserer geplanten Inselrundfahrt.

Es geht Richtung Osten, erste Station ist die Schnorchelbucht Hanauma Bay. Es sind jetzt um 7 Uhr schon etliche Autos da, doch das sollte noch gar nichts sein ...

Nach dem Bezahlen des Eintritts muß man sich einen Infofilm ansehen und darf erst danach an den Strand hinuntergehen. In diesem wird das richtige Verhalten beim Schnorcheln erklärt - wie wir später feststellen, haben die meisten Besucher aber nicht wirklich verstanden, worum's da geht oder es ist ihnen einfach egal :-(

Unten am Strand angekommen finden wir ein schönes, schattiges Plätzchen zwischen 2 Palmen. Es sind erst ein paar Leute hier und wir holen uns gleich eine Schnorchelausrüstung am Leihstand.

Hanauma Bay

Beim ersten Schnorchelgang sind wir etwas enttäuscht, war wohl noch etwas zu früh am Morgen für den großen Fischandrang. Und die Korallenbänke sind größtenteils kaputt - warum, sollten wir bald sehen ...

Aber im Laufe des Vormittags kommen immer mehr Fische raus und es ist fast, als würde man durch ein großes Aquarium schwimmen - dazu Seeigel, Seegurken und allerlei anderes Getier - einfach wunderschön!
Leider kommen halt nicht nur immer mehr Fische raus aus den Korallenbänken, sondern vor allem immer mehr Menschen runter an den Strand.

Zu Mittag ist es brechend voll, überwiegend mit Asiaten. Und wir haben bald die Nase gestrichen voll, denen zusehen zu müssen. Sie trampeln mit Schwimmreifen und Flossen auf den Korallenbänken herum wie in einem großen Vergnügungspark - und keiner macht was dagegen, daß hier alles ruiniert wird. Für uns einfach unglaublich - die Welt ist echt voll mit Idioten!

Die Leute rücken immer näher an unser lauschiges Plätzchen im Schatten heran und wir müssen es regelrecht verteidigen. Um 12 Uhr haben wir genug - wir gehen den Steilhang wieder rauf zum Parkplatz, trinken noch einen erfrischenden Eistee (den gibts hier ohne Zucker, ist ja kaum zu glauben!) und fahren los.

Nächste Station das Halona Blow Hole. Wir warten eine geraume Weile, doch nichts bläst hier - muß wohl die falsche Tageszeit dafür sein. Dafür steht hier die längste Limousine, die wir je gesehen haben. Da müssen ja dutzende Leute drin Platz haben ...

Die Küstenstraße ist malerisch, wunderschöne Strände und immer wieder schöne Aussichtspunkte. Wenn da nur nicht die endlosen Autokolonnen und die überfüllten Parkplätze wären!
Aber an tollen Fotomotiven mangelt es natürlich trotzdem nicht :-)

Oahu Nordosten

So quälen wir uns langsam Richtung Norden. Je weiter nördlich, desto ruhiger wird es, aber von Ruhe und Idylle sind wir weit entfernt.

Trotzdem finden wir einen netten Picknickplatz an einem Strand zum Mittagessen. Wieder mal Sandwiches, was sonst :-)

Oahu Nordosten

Einfach wunderschön sind die für Hawaii typischen Bergformationen mit ihren Falten. In dieser Form haben wir das auf den beiden anderen Inseln, die wir noch besuchen sollten, nicht mehr gesehen. Hätte man etwas mehr Zeit, könnte man hier Wanderungen machen, radfahren oder reiten. Allerdings waren die Radfahrer und Reiter auch schon fast in Kolonnen unterwegs auf den beliebtesten Wegen.

Um 15.30 Uhr erreichen wir Waimea Valley. Der Parkplatz am botanischen Garten ist voll und die Sonne ist schon fast weg. So fahren wir wohl morgen nochmal her, vielleicht ist es dann nicht so überfüllt.

Baum in Waimea Valley

Über die Inselmitte gehts zurück nach Honolulu.

Wir sind schon zu spät dran für den Sonnenuntergang und machen nur mehr einen Spaziergang auf der Waikiki-Strandpromenade. Am international Market gibts Essen aus aller Herren Länder, wir entscheiden uns für Chinesisch. Na ja, haben schon besser gegessen ...

Dann zurück zum Hotel, wir müssen ja schon wieder alles für den morgigen Flug zusammenpacken, diesmal packen wir wieder mal andauernd :-)

22.10. Inselrundfahrt Oahu - Flug nach Big Island

Oahu Nordosten

Werden wieder sehr früh wach, immer noch nicht überstanden die Zeitumstellung ...

Heute haben wir noch fast den ganzen Tag Zeit für Oahu, erst gegen Abend fliegen wir weiter nach Big Island.

Eigentlich wollen wir in den Norden, doch der gigantische Stau auf der Autobahn schon um 8 Uhr früh (und da gibts 12 Spuren in Honolulu) läßt uns diesen Plan gleich wieder vergessen! Wir fahren also die gleiche Runde wie gestern, da ist nicht ganz so viel los ...

Heute wollen wir nicht die Highlights aus den Reiseführern sehen, sondern wie die Menschen hier leben. Zuerst gehts in ein Wohnviertel der Reichen und Schönen südlich von Honolulu - wunderschöne Villen mit Meerblick haben die. Natürlich sieht man nicht viel, weil alles schön abgeschlossen ist - aber den ein oder anderen Blick können wir erhaschen :-)

Villengegend südlich von Honolulu

Dann fahren wir die Runde weiter und zwischen Kaneohe und Kahaluu fahren wir in mitten hinein in die Wohngegend der weniger Betuchten. Unglaublich der Unterschied - manche leben gar nur in einer Garage oder besseren Wellblechhütte!
Wir fahren soweit es geht an die Berghänge, die heute nebelverhangen sind. Wunderschön hier mit der üppigen Vegetation.

Im Reiseführer hatten wir gelesen, daß man sich die hiesige Spezialität, das "Shaving Ice" nicht entgehen lassen soll. Das beste soll es in Haleiwa geben. Entsprechend lang ist die Kunden-Schlange, die bis vor das Geschäft reicht. Das muß ja ganz was Besonderes sein! Nun, schlußendlich ist es geschabtes Wasser-Eis  in grellen Farben - mit Farb- und Geschmackstoffen verfeinert. Was für uns wieder mal einiges über den Geschmack der Amerikaner aussagt ;-)

Dann gehts weiter hinauf ins Weimea Valley. Der Eintrittspreis für den Botanischen Garten beträgt 15 $ pP. Die Artenvielfalt kann sich sehen lassen, viele wunderschön blühende Orchideenarten, Hibiscus und die wohl schönsten Bäume, die wir je gesehen haben gleich beim Eingang. Nachdem sich hier auch ein kulturelles Zentrum der Hawaiier beffindet, gibt es rituelle Bauten, alte Mauern und Steinterrassen.

Waimea Valley

Hauptattraktion ist offenbar der Wasserfall am Ende des Wanderweges. Die Bilder, die man davon sieht haben mit der Realität im Moment hier aber nicht das Geringste zu tun. Emfangen werden wir von einem Schilderwald - unglaublich wieviele Warn- und Verbotstafeln man auf ein paar Quadratmetern unterbringen kann :-)

Dann gibts eine Station mit ein paar Rettungsschwimmern, wo man die Schwimmwesten anziehen muß. Ja, das ist die USA - ein kleiner Tümpel mit einem Wasserfall und so ein Zirkus drum ...
Der etwas größere Teich ist überfüllt von Touristen in grellbunten Schwimmwesten, nicht gerade der malerische Anblick, den man von den Fotos kennt :-(

Waimea Valley - Schilderwald am Wasserfall

Da genügen ein paar Minuten und wir flüchten wieder in die relative Ruhe der abgelegeneren Rundwege im Garten.

Zum Abschluß essen wir noch einen vegetarischen Burger im Restaurant am Eingang - leistbares gesundes Essen ist Mangelware auf dieser Reise und wir sind begeistert! Langsam müssen wir aber den Rückweg antreten, es ist schon früher Nachmittag.

Für morgen haben wir einen Helicopterflug auf Big Island gebucht, beim Kontrollanruf heute wird unser Flug bestätigt - wir freuen uns schon drauf!

Wieder durch das Inselinnere fahren wir langsam zurück nach Honolulu. Bei der Dole Ananasplantage machen wir noch einen kurzen Zwischenstopp. Auch hier ist alles überfüllt mit Busladungen voll Asiaten und ich muß mich ewig anstellen, um frische Ananas kaufen zu dürfen. Aber die Warterei hat sich gelohnt, noch nie haben wir so ausgezeichnete Ananas gegessen - und wahrscheinlich auch noch nie eine so teure :-)

Dole Ananasplantage

Eigentlich wollten wir noch einen Abstecher nach Pearl Harbour machen, erwischen aber die falsche Abfahrt und landen bei der Military Base. Dort ist an einem Schranken mit bewaffneten Soldaten Endstation - aber wir waren sicher nicht die ersten Touristen, die hier umdrehen mußten :-)

Nach dem Volltanken gehts dann zu Dollar, das Auto zurückgeben. Problemlos wie immer, auch der Shuttle-Bus ist im Nu da. Die Prozedur mit dem Automaten-CheckIn kennen wir nun ja schon, hier muß man ohnehin auch schon allein zurechtkommen. Auch das Gepäck muß man hier schon selbst aufgeben, der Gepäckanhänger wird schon beim Bezahlen der Gebühr mit ausgedruckt.

Der Flug startet um kurz nach 18 Uhr, leider ist es schon dunkel und wir können die Inseln nicht von oben sehen. Aber wir fliegen ja nicht das letzte Mal hier in Hawaii ...

Außer einem kleinen Doserl Orangejuice gibts nichts, wir fliegen aber auch nicht mal eine Stunde. Hilo ist ein "Würstlflughafen", wie wir in Österreich gern sagen, der Koffer ist im Nu da und die Rentalcar-Station liegt gleich gegenüber dem Flughafengebäude.

Diesmal haben wir wieder Alamo, die sind auch freundlicher und schnell sind die Formalitäten erledigt. Wir bekommen einen kleinen Nissan, für die 2 Tage hier locker ausreichend. Es regnet ziemlich stark und ist natürlich stockdunkel, doch den Highway 11 finden wir auf Anhieb. Auf diesem fahren wir 26 Meilen raus aus der Stadt nach Volcano Village, ganz in der Nähe des Volcano Nationalparks. Wir haben hier in einem Guesthouse gebucht, im Volcano Inn gibts Zimmer ab 79 $ - ein Schnäppchen für Hawaii! Beim CheckIn erfahren wir, daß wir nicht im Haupthaus, sondern in einem Gebäude etwas weiter weg untergebracht sind. Ärgern uns erst, sind aber dann froh über das tolle Zimmer mitten im Regenwald.

Heute haben wir nicht mehr viel davon, wir packen nur mehr das Notwendigste aus und schon gehts ab ins Bett ...