USA-Kanada-Hawaii - 03.-29.10.2013

18.10. Ein Tag im Olympic Nationalpark

Olympic Nationalpark

Wir hatten den Olympic Nationalpark nicht geplant, wissen daher auch nicht recht, was es hier genau zu sehen gibt. Gestern hatten wir noch etwas im Internet geforscht und so zumindest einen kleinen Überblick bekommen.

Wir fahren erst Richtung Sequim und suchen den auf einer Karte im Internet eingezeichneten Haupteingang - der ist aber einfach nicht zu finden. Also raus aus der Stadt in Richtung Forks. Es ist erst komplett nebelig, doch langsam löst sich der Nebel auf und wir können es kaum glauben - keine Wolke am Himmel!!!

Fahren erst die Stichstraße zum Elwha River. Total tote Hose hier, die Straße und das Rangergebäude gesperrt. Sehen uns etwas um, recht malerisch hier so mitten im Regenwald mit den vielen Flechten. Auf einer Koppel mitten im Wald stehen Pferde, sieht schon fast kitschig schön aus ...

Olympic - Elwha

Zurück zum Hauptstraße sehen wir auf einem Parkplatz ein Rangerfahrzeug. Wir bekommen einen Plan des Parks, dürfen aber keinen Eintritt bezahlen - wir sollten schauen, wo wir ein offenes Office finden. So ein Pech ;-)

Weiter gehts nach Forks - als Fan von Twilight fühle ich mich hier natürlich gleich wohl. Alles hier steht im Zeichen der erfolgreichen Filmreihe, es gibt ein gleichnamiges Motel, einen Souvenirshop, Tourenanbieter, ja sogar Twilight Firewood gibts zu kaufen. Und natürlich heißt der örtliche Radiosender Twilight Radio :-)

Höhepunkt des Olympic Nationalparks ist der Hoh Rainforest. Auf einer Stichstraße fährt man ein paar Meilen hinein und kann beim Visitor Center parken. Am Weg hinein sehen wir endlich mal ein Tier - offenbar eine Elchkuh. Genau wissen wir es nicht und auch die nach uns heranfahrenden Amerikaner haben keine Ahnung ...

Unterwegs zum Hoh Rainforest

Am Visitor Center hier sitzt sogar ein Ranger, bei dem man den Nationalpark-Eintritt zahlen kann. Nun können wir ruhigen Gewissens losgehen ...
Wir wandern am Hall of Mosses Trail (0.8 Meilen) und am Spruce Nature Trail (1.2 Meilen). Unbeschreiblich schön, wie die Moose und Flechten im Sonnenlicht leuchten - und es riecht total gut!

Hall of Mosses Trail

Natürlich ist es nicht selbstverständlich, auf der Olympic Halbinsel einen sonnigen Tag zu erwischen, denn schließlich ist hier das regenreichste Gebiet am Festland der USA.
Zusammen mit Sonnenschein in Seattle und Vancouver ist das für uns fast wie ein Lottogewinn - schließlich ist ja auch Oktober :-)

Beim Parkplatz gibt es einen Picknickplatz, hier verspeisen wir unsere mitgebrachten Sandwiches.

Dann gehen wir noch ein Stück am  Hoh River Trail, der 17.3 Meilen zu den Glacier Meadows führt. Wir gehen allerdings nur bis zum Fluß, auch eine wunderschöne Runde.

Olympic Nationalpark

Um kurz nach 16 Uhr fahren wir zurück nach Forks, von dort gehts hinunter zum Rialto Beach. Dort zieht innerhalb von Minuten dichter Nebel auf. Richtig unheimlich hier mit den toten Bäumen - da wartet man geradezu drauf, daß irgendwo ein Vampir auftaucht :-)

Rialto Beach

Wir wandern etwas am Strand herum und fahren zurück zur Hauptstraße. Dort gibts wieder Sonnenschein und wir fahren zurück nach Port Angeles.

Die Strecke zieht sich endlos, es ist schon dunkel als wir schließlich ins Motel zurückkommen. Nun heißt es packen, denn morgen fahren wir zurück nach Seattle und fliegen übermorgen dann nach Hawaii.

19.10. Zurück nach Seattle

Olympic Nationalpark

Fahrtag und Nebeltag ...

Von Port Angeles geht es zuerst nach Port Townsend. Hier waren wir vorgestern mit der Fähre angekommen, hatten aber keine Zeit mehr uns umzusehen.

Ein nettes kleines Städtchen, wir machen einen kurzen Spaziergang in der Innenstadt.
Weiter gehts auf der Olympic Halbinsel, dann über die große Mautbrücke nach Tacoma. Über die I5 fahren wir rein ins Zentrum und parken beim Seattle Center. Zum Glück ist schon wieder Wochenende, es ist verkehrsmäßig nicht viel los in der Stadt und wir finden auch sofort einen Parkplatz direkt gegenüber der Monorail-Station.

Allerdings herrscht am Seattle Center großer Andrang - kein Vergleich zu unserem ersten Besuch vor gut 2 Wochen. Es findet gerade ein türkisches Festival statt und überall sind endlose Warteschlangen. Eigentlich wollen wir die Ausstellung Chihuly Garden and Glass ansehen, doch die Hauptattraktion (das Glashaus) ist geschlossen und es stellen sich Unmengen von Leute an. So schlendern wir etwas herum und genießen den Blick auf die Space Needle.

Mit der Monorail fahren wir runter zum Pike Place Market, auch hier herrscht natürlich ein großer Andrang.

Pike Place Market

Es ist schon gegen 17 Uhr, als wir wieder raus aus der Stadt fahren. Wir haben ein Zimmer im Ramada Tukwila in der Nähe des Flughafens vorgebucht und finden es dank guter Anfahrtsbeschreibung problemlos. Hatte mir schon Sorgen gemacht, weil hier wirklich jede Menge Autobahnen kreuz und quer rumgehen in der Gegend.

Auch einen unserer beiden Koffer können wir für die Dauer unseres Hawaii-Urlaubs kostenlos hier unterstellen, ich bin erleichtert! Ein Gepäckstück kostet 25 $ pro Flugstrecke bei Hawaiian Airlines, damit können wir 100 $ sparen - und natürlich müssen wir nicht einen Koffer sinnlos herumschleppen  :-)
Ich hatte mehrere Mail-Anfragen diesbezüglich gemacht und man konnte nicht sagen, ob das möglich ist - so ist das halt bei den großen Hotelketten ...

Wir fahren nochmal los, ganz in der Nähe des Hotels ist eine Tankstelle und ein 7Eleven. So sind wir bereit für unseren 2. Teil der Reise - den Flug nach Honolulu auf Hawaii morgen um 8.45 Uhr ...