USA-Kanada-Hawaii - 03.-29.10.2013

06.10. Anacortes - Vancouver

Vancouver / Stanley Park

Machen auf gemütlich und fahren nicht allzu früh los. Heute soll es nach Kanada gehen und wir haben nur eine relativ kurze Strecke vor uns bis nach Vancouver.

Wir fahren zurück auf die I5 und dann Richtung Norden. Nach einem Start in den Tag mit Nebel lichtet sich dieser schon bald und es ist schon wieder traumhaft sonnig.

Unterwegs zur kanadischen Grenz

Nach nur 63 Meilen sind wir kurz vor 10 Uhr an der Grenze. Es sind kaum Autos da, heute ist ja auch Sonntag. Ein paar Fragen vom Grenzbeamten, ein Stempel in den Pass und schon sind wir in Kanada.

Hier wird die I5 zur 99, dem "Sea to Sky Highway" - auf diesem werden wir noch eine ganze Weile unterwegs sein.

Jetzt gibts Kilometer statt Meilen und kandadische statt amerikanische Dollar. Sonst ist alles unverändert. Bis auf die Ampelregelung, die wir erst nach einer Weile durchschauen. Mal blinkt das grüne Licht der Ampel, mal leuchtet es, seltsam ...
Wir sind es von zuhause gewohnt, stehenzubleiben, wenn die Ampel grün blinkt. Das gefällt den Kanadiern nicht so besonders und am ärgerlichen Hupen merken wir schnell, daß das hier nicht gilt ...

Es ist kaum Verkehr, schnell erreichen wir Vancouver. Mit unserem Kartenmaterial und dem Reiseführer finden wir uns ganz gut zurecht und eine Anfahrtsbeschreibung zum gebuchten Motel haben wir natürlich auch wieder mit. Das Best Western Sands liegt ganz am Ende der Davie Street, eine der Hauptstraßen von Downtown Vancouver, recht einfach zu finden.

Wir lassen das Motel aber rechts liegen und fahren gleich das kleine Stück weiter in den Stanley Park, eine der Hauptattraktionen Vancouvers.

Heute am Sonntag mit schönem Wetter ist hier die Hölle los, tausende Radfahrer, Skater, Fußgänger und Jogger - auf den Wegen herrscht Massenandrang. Zum Glück ist der Park riesig, er ist der größte Stadtpark Kanadas und der drittgrößte in Nordamerika. Um die 8 Millionen Besucher sollen sich hier jährlich tummeln, das kann man sich an so einem Tag ganz gut vorstellen ...

Auf den Wegen ist es uns zu überfüllt - wir fahren also lieber in 2 Runden mit dem Auto zu den verschiedenen Aussichtspunkten und machen immer wieder kurze Spaziergänge von den verschiedenen Parkplätzen aus.
Ratlosigkeit beim ersten Parkautomaten - auch die Asiaten, die mit uns hier stehen, kennen sich nicht aus. Na, wenn man halt nicht weiß, was "Enter Licence Plate" heißt ... Da hätten wir wohl in der Schule besser aufpassen müssen :-)
Irgendwann kommen wir doch noch drauf, daß man das Auto-Kennzeichen eintippen muß und schon haben wir auch ein Parkticket.

So werfen wir einen Blick auf die Skyline, besichtigen die Totempfähle, die Lions Gate Bridge und spazieren etwas durch den Park.

Lions Gate Bridge

Nachdem offenbar die ganze Stadt heute im Stanley Park unterwegs ist, muß die Innenstadt wohl wie ausgestorben sein, denken wir. Also beschließen wir, mit dem Auto nach Gastown zu fahren. Es ist trotzdem recht viel Verkehr nach Downtown, aber wir finden wenigstens einen guten Parkplatz ganz in der Nähe der bekannten "Steam Clock" in Gastown.

Hier sehen wir uns etwas um, ganz nett hier - und schon wieder jede Menge Geschäfte. Wie soll das noch weitergehen mit unserem Gepäck :-)

Steam Clock in Gastown

Kurz nach 16 Uhr fahren wir ins Best Western Sands. Der gebuchte "quiet room" im 4. Stock ist direkt um den Lift rumgebaut. Na, wenn das das ruhige Zimmer ist, möchten wir die anderen aber nicht kennenlernen :-( Muß wohl am Internet-Sonderangebot liegen ...

Ganz in der Nähe des Motels ist der English Bay Beach und auf einem kleinen Platz stehen die "Lachenden Figuren des Yu Minjun". Auch ein paar kleine Fastfoodlokale gibt es - hier verbringen wir den Rest des Tages und genießen dann den wunderbaren Sonnenuntergang am Strand.

Sonnenuntergang am English Bay Beach

Es ist wunderbar warm und ich hab mir doch tatsächlich einen Sonnenbrand eingefangen - wer hätte das gedacht ...