USA-Kanada-Hawaii - 03.-29.10.2013

16.10. Kamloops - Fort Langley - Vancouver

Fort Langley

Das Frühstück ist wieder mal mehr als karg, aber was will man jammern für 78 $ - gestern war bei dem Zimmer um 110 $ gar keines dabei.

Heute geht es weiter Richtung Vancouver. Die Fahrt über den Hwy1 ist recht eintönig, es ist auch noch ziemlich bewölkt.

Doch je näher wir zur Küste kommen, desto mehr verschwinden die Wolken. Da können wir ja auch noch was besichtigen unterwegs - im Reiseführer finden wir Fort Langley, das ist genau richtig für zwischendurch ...

Die National Historic Site zu finden gestaltet sich etwas schwierig ohne genaues Kartenmaterial - aber schließlich sind wir ganz am Ende des malerischen Örtchens dann doch richtig.

Eine gute Entscheidung, finden wir - hier gibt es wirklich noch Geschichte zum Anfassen. Die Geburtsstätte von British Columbia wurde 1827 als Pelzhandelsposten errichtet. 1959 wurde es liebevoll restauriert und seitdem ständig durch zusätzliche historische Elemente erweitert. Man kann sich frei in den Gebäuden bewegen, Gold waschen, im Garten arbeiten und Statisten in historischen Kostümen runden das Erlebnis ab.

Fort Langley

Wir genießen den Sonnenschein weiter bei einem Bummel durch das historische Städtchen. Hier gibts Restaurants und Geschäfte und recht schön restaurierte Gebäude. Nach einem gemütlichen Mittagessen auf einer Terrasse gehts um 14.30 Uhr weiter nach Vancouver.

Wir fahren gleich am Hwy1 bis zur Route 99 im Norden und durch den Stanley Park bis nach Downtown. Das kennen wir ja schon von unserem letzten Besuch und so finden wir natürlich das Hotel sofort. "Sylvias" liegt direkt an der Parkeinfahrt und wir bekommen ein tolles Eckzimmer im 7. Stock mit Meerblick. Das Hotel hat seine besten Zeiten schon lang hinter sich, aber die Zimmer sind sauber und die Lage ist toll.

Ausblick vom Sylvia Hotel Richtung English Bay Beach

Wir halten uns gar nicht lang auf und gehen gleich los zu einem Spaziergang an die Promenade des English Bay Beaches. Noch nicht mal eine Jacke brauchen wir, das Klima ist schon viel angenehmer hier am Meer.

Natürlich schauen wir auch wieder bei den lustigen Figuren vorbei, die lachenden Männer sind heute, mitten in der Woche natürlich nicht so belagert wie bei unserem letzten Besuch hier an einem Sonntag. Da war ein Foto ohne dutzende Leute drauf recht mühsam ...

Die lachenden Figuren des Yu Minjun

Dann wandern wir noch die Promenade hinauf Richtung Brücke nach Granville Island. Auf der Promenade sind die Läufer in kurzen Hosen und TShirts unterwegs - und das Mitte Oktober. Allerdings hat Vancouver eine Art Mikroklima und die Temperaturen sind hier um bis zu 4 Grad wärmer als im Landesinneren.

Vancouver

Zum Abendessen gibt es Kebab-Falafel-Burger und dann heißt es wieder mal Nachrichten schauen. Der shutdown ist immer noch nicht beendet, aber ein Ende ist für morgen in Aussicht. So beschließen wir, zurück in die USA auf die Olympic Halbinsel zu fahren und buchen ein Motel in Port Angeles. Hoffen wir das Beste ...

17.10. Vancouver - Richmond - Port Angeles

Vancouver Granville Island

Pünktlich wie an den meisten Arbeitstagen werden wir vom Handy geweckt. Nicht mit einem Weckton, sondern mit dem ersten Anrufer :-)

Das Zimmer war sehr ruhig, kaum zu glauben so mitten in der Stadt. Keine vorbeifahrenden Züge, kein Highway - Erholung pur ...

Fahren noch eine Runde durch Downtown. Wir wollen eigentlich den Chinese Garden besuchen, doch der öffnet erst um 10 Uhr. So lange können wir nicht warten, denn wir haben heute eine weite Strecke vor uns.

Also raus aus Downtown ... Wir haben zwar einen Stadtplan dabei, verfahren uns aber irgendwie. Plötzlich sind wir beim Markt auf Granville Island. Dort wollten wir eigentlich bei unserem letzten Besuch hin, ist sich aber zeitlich nicht mehr ausgegangen. Na wenn wir schon mal hier sind, können wir gleich frühstücken -
in der Markthalle gibt es unzählige Möglichkeiten dazu, fantastisch was es hier alles Gutes gibt!

Um 10 Uhr fahren wir weiter Richtung Süden. In Fort Langley hatten wir gestern einen Gutschein für eine 50%-Ermäßigung für die Richmond Cannery bekommen. Hört sich interessant an und wenn's schon mal Rabatt gibt :-)

Wir haben ein Prospekt der Cannery bekommen, finden es aber trotzdem nicht sofort. Ist schon etwas versteckt, aber so groß ist ja Richmond zum Glück nicht ...

Gulf of Georgia Cannery

Ist recht ruhig hier, wir sind fast alleine bei der Besichtigung. Total interessant, wie die hier früher bis zu den 1980er Jahren Lachs verarbeitet haben! Furchtbare Arbeitsbedingungen gab es da - zB mußten Kinder zwischen 8-14 Jahren die Maschinen mit den Dosen befüllen, umgeben von Lärm, Hitze und Gestank.

Für uns sind die letzten 2 Tage nach vielen Tagen nur mit Bergen, Wäldern und Seen eine willkommene Abwechslung und wir genießen die Besichtigung.

Dann gehts wieder zurück auf die Route 99 Richtung Süden. Um 12.45 Uhr sind wir an der Grenze zur USA, doch hier ist plötzlich Stillstand. Erst nach einer Dreiviertelstunde sind wir endlich dran - die Einreise ist problemlos. Eine Premiere für uns ist dieser Grenzübertritt  - noch nie in unserem Leben wurden wir von so vielen Kameras gleichzeitig gefilmt und fotografiert, dieser amerikanische Verfolgungswahn ist schon echt "strange" ...

Jetzt haben wir wieder Meilen, sonst bleibt alles ziemlich beim Alten auf der Weiterfahrt. Der kürzeste Weg zur Olympic Halbinsel ist über Whidbey Island und mit der Fähre rüber nach Port Townsend. Das spart viele, viele Meilen - aber auf einer Tafel lesen wir zufällig, daß man die Fährtickets telefonisch vorreservieren muß. Die hilfsbereite Dame bei der Reservierungshotline muß sich gedacht haben "Wo kommen die denn her?", aber irgendwie hab ich ganze 15 Minuten später dann doch die ganzen Hürden und seltsamen Fragen geschafft und wir haben eine Reservierungsnummer. Mit Kreditkarten-Anzahlung über 6,9 $ haben wir einen Platz auf der 18 Uhr Fähre mit Option auf die 16.30 Uhr Fähre - na wenn das nicht kompliziert ist ...

Die Fahrt über Whidbey Island kennen wir ja schon und so sind wir schon um 15.30 Uhr an der Fähranlegestelle in Keystone. Wir haben locker Platz auf der 16.30 Uhr Fähre und hätten noch nicht mal telefonisch reservieren brauchen - wenn man das immer vorher wüßte :-(

Die Wartezeit vertreiben wir uns mit einem Snack im Keystone Cafe. Mittlerweile hat sich der Parkplatz gefüllt, die Fähre kommt relativ pünktlich und um 16.45 sind wir schon unterwegs auf die Olympic Halbinsel.

Keystone auf Whidbey Island

Nach ca. einer halben Stunden Fahrt legen wir in Port Townsend an. Wir fahren gleich weiter, denn wir wollen noch bei Tageslicht in Port Angeles sein. Die Strecke zieht sich endlos, es ist höllisch viel Verkehr und so ist doch schon dunkel, als wir ankommen.

Das Super8 Motel ist aber an der Ortseinfahrt einfach zu finden. Ich frage gleich an der Rezeption, wie es mit dem shutdown aussieht. Die Rezeptionistin hatte kurz vorher in der Zeitung gelesen, daß die Sperre der Parks morgen aufgehoben wird - es lebe der "restart"!!!

Damit verlängern wir gleich auf 2 Nächte und gehen aufs Zimmer - die Fahrt war ziemlich anstrengend heute ...