Pushkar  -  12.-13.03.2013

12.03. Vom Ranthambore NP nach Pushkar

Nach dem Frühstück fahren wir um 7.30 Uhr los Richtung Pushkar. 290 Kilometer haben wir vor uns - und die haben es in sich ...

Bis Dudu - den Großteil der Strecke also - sind die Straßen irre schlecht, oft nur einspurig. Danach gibts zum Glück noch ein Stückchen Autobahn.

Nichts wirklich Neues, aber wieder faszinierend. Kleine Dörfer, große schmutzige Städte, Landwirtschaft. Bei diesen Fahrten lernt man ein Land ein bisschen besser kennen. Ob es nun die verschiedenen Fortbewegungsmittel sind, vom überfüllten Jeep, über traktorähnliche Taxis bis zum Kameltransport ist alles für uns seltsam anzusehen. Erschreckend natürlich oft die Armut der Menschen, die zwischen ihren Tieren im Schmutz hausen. Oder die Familie, die mit Kind und Kegel auf der Straße dahinzieht - ihr ganzes Hab und Gut auf einem Esel verstaut. Da wird einem wieder bewußt, wie gut es uns geht!

12.03. Pushkar Fort

Wir erreichen Pushkar früher als befürchtet. Schon um 13.30 Uhr sind wir da. Untergebracht sind wir für heute Nacht im Pushkar Fort Hotel. Pawan kennt dieses Hotel noch nicht, doch wir finden es problemlos.

Wir sind wieder mal angenehm überrascht - auch dieses Hotel eine nette kleine Anlage. Zwar schon etwas in die Jahre gekommen, aber mit Flair. Ein schöner Garten mit Swimmingpool und unser Zimmer ist ein kleiner, runder Bungalow mit einem Baldachin an der Decke. Fast wie ein Beduinenzelt und nett dekoriert - so wohnen wir am liebsten!

Wir haben mit Pawan vereinbart, daß er uns um 16 Uhr abholt - wir haben also genug Zeit, uns etwas zu erholen von der langen Fahrt.

So sehen wir uns etwas um in der schönen Anlage. Das Fort gehört wohl zu den sogenannten "Heritage-Unterkünften", die uns auch eine Agentur angeboten hatte. Allerdings um ein Vielfaches teurer als wir bei Parvez gebucht hatten.

12.03. Pushkar Lake

Pawan ist wie üblich überpünktlich da und fährt uns direkt an den kleinen See. Pushkar hatten wir eigentlich nicht auf unserem Plan, war ein Zusatztipp von Parvez. Da sind wir auch froh drüber, denn der Besuch hier war sehr schön.

Nicht, daß der See oder die kleine Stadt so etwas Besonderes gewesen wären, aber wir hatten wieder mal Gelegenheit, uns ganz allein umzusehen. Ständig einen Guide an der Seite zu haben ist einfach nicht unser Ding ...

Pawan hatte gemeint, wir sollen uns einfach Zeit nehmen soviel wir wollen - er wartet auf uns am Parkplatz am See. So schlendern wir in Ruhe herum und beobachten das Treiben der Pilger. In den engen Gassen gibt es unzählige Tempel (400 sollen es sein) und wir treffen auf junge, verspielte Hunde und auf die erste Katze auf dieser Reise. Außer in Pushkar haben wir auch keine mehr gesehen hier in Indien.

Wir gehen eine Runde um den See. Hier muß man die Schuhe ausziehen, das ist nicht gerade angenehm bei dem ständig gegenwärtigen Schmutz und den  Hinterlassenschaften der vielen Tiere hier ...
Auch sollte man nicht fotografieren - nachdem wir aber schnell merken, daß fast alle indischen Pilger sich gegenseitig und auch uns fleißig fotografieren, halten wir uns auch nicht mehr an das Verbot. Die Zeiten ändern sich halt ...

Hier ist es wirklich mal angenehm ruhig, kein Vergleich zu den touristischen Highlights wie Agra oder Varanasi. Nach der Runde um den See machen wir noch einen Abstecher in die Marktstraße. Wir kaufen ein paar Kleinigkeiten, ist auch günstiger hier als in den großen Touristenstädten.

Dann genießen wir noch den Sonnenuntergang am See - wunderschön!

Pawan fährt uns dann noch zu einem weiteren Tempel in der Nähe des Kamelmarktgeländes - er meint, den müssten wir unbedingt auch sehen. So sehen wir uns nochmal etwas um in der Stadt und schauen in den einen oder anderen Tempel hinein.

Kurz vor 19 Uhr sind wir zurück im Hotel, wir sind offenbar die einzigen Gäste heute. Die Saison ist schon fast vorbei, es wird langsam zu heiß für angenehmes Reisen.
Auf das Abendessen verzichten wir, wir haben noch ein paar Knabbereien übrig.